Bürgerbeteiligung in Dresden: Digitale Tools und neue Einblicke in die Verwaltung
Wie kann Bürgerbeteiligung in einer wachsenden Stadt wie Dresden zeitgemäß, transparent und wirkungsvoll gestaltet werden? Zwei aktuelle Ansätze aus dem Modellprojekt Smart City Dresden zeigen, wie digitale Werkzeuge und interne Prozesse zusammenwirken: Während die Bürgerbeteiligungskioske (BBKs) den direkten Austausch mit der Stadtgesellschaft vor Ort stärken, sorgt ein verwaltungsinterner „Selbstcheck“ für mehr Überblick, Vernetzung und Weiterentwicklung innerhalb der Stadtverwaltung. Gemeinsam leisten beide Bausteine einen wichtigen Beitrag für eine zukunftsfähige Beteiligungskultur in Dresden.
Die BBKs - mobile Terminals für zukunftsfähige Bürgerbeteiligung im Einsatz
Auch im ersten Vierteljahr 2026 wurden die BBKs (Bürgerbeteiligungskioske) der Toolbox Smart Participation (TSP) in der AGORA des Stadtforums eingesetzt.
Ein umfangreiches Feedback konnte während der INSEK-Ausstellung und -Beteiligung, vom 12. Januar bis zum 6. Februar, erzielt werden. Hier dienten die BBKs als digitales Beteiligungstool für die Umfragen des INSEK. Vor Ort informierten sich im Stadtforum rund 600 Besuchende persönlich und kamen mit Fachleuten der Ämter ins Gespräch. Ziel war es, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die strategischen Prioritäten für die Entwicklung Dresdens in den kommenden zehn Jahren festzulegen. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) ist der strategische Plan für die Entwicklung Dresdens. Es legt die Ziele und Maßnahmen für Themen wie Wohnen, Mobilität und Umwelt fest, damit unsere Stadt lebenswert bleibt.
Vom 6. März bis zum 6. April ist ein BBK regelmäßig beim MobiVote im Einsatz. Seit 2021 erarbeitet das Amt für Stadtplanung und Mobilität, unter intensiver Mitwirkung des MOBIdialogs und breiter Bürgerbeteiligung den Dresdner Mobilitätsplan 2035+. Bevor der Stadtrat entscheidet, ist nochmals die Stadtgesellschaft gefragt. Deshalb wird ein umfängliches Voting online und vor Ort im Stadtforum durchgeführt. Das Team des Dresdner Mobilitätsplans 20235+ hat an zum Dialog ins Stadtforum eingeladen. Hier konnten die Interessierten, tlw. im Gespräch mit dem Team, ihr Voting am BBK abgeben.
Und als kleine Erfolgsgeschichte sei noch erwähnt, dass, aufgrund der Erfahrungen mit und der Begeisterung für die BBKs, bereits ein weiterer BBK innerhalb der Stadtverwaltung angeschafft wurde und bald zum Einsatz kommen wird. Wer das neue Mitglied der BBK-Familie ist, verraten wir im nächsten Newsletter.
Ansprechpartner der Bürgerbeteiligungskiosken bei TSP, Modellprojekt Smart City Dresden:
Andreas Willliger, Koordinator digitale Bürgerbeteiligung
Abteilung Bürgeranliegen, Amt für Stadtstrategie, Internationales und Bürgerschaft
Mail: beteiligen@dresden.de oder smart-participation@dresden.de
Telefon: 0351-488 2040
Bürgerbeteiligung in der Stadtverwaltung Dresden – Überblick per Selbstcheck
In vielen Ämtern der Stadtverwaltung Dresden wird zu verschiedensten Themen und mit unterschiedlichsten Formaten Bürgerbeteiligung durchgeführt. Regelmäßig finden Vernetzungstreffen zum Austausch zwischen den dafür zuständigen Personen statt.
Aber ist wirklich transparent, welche Beteiligungsformate und -verfahren es in den Organisationseinheiten gibt? Wissen wir, wer Kompetenzen innehat? Und welche Ressourcen, Tools oder Software in der Stadtverwaltung für Bürgerbeteiligung zur Verfügung stehen?
Im Zuge unserer Maßnahme „Toolbox Smart Participation“ gehen wir diesen Fragen nach, indem wir Interviews mit Schlüsselpersonen zum Thema Bürgerbeteiligung innerhalb der Landeshauptstadt Dresden führen. Dabei können die Organisationseinheiten eine Art „Selbstcheck“ durchführen, mit dem ersichtlich wird, was bereits an Bürgerbeteiligung durchgeführt wird und wo Bedarfe bestehen. Die Ergebnisse dieses Checks schaffen einerseits die Grundlage für einen breiten Überblick über die Beteiligungsaktivitäten in der Stadtverwaltung Dresden, andererseits sollen sie weitere Organisationseinheiten ermutigen, noch stärker in den Austausch zum Thema Bürgerbeteiligung und mit gemeinsamen Know-How und Wissenstranfer in die Bürgerbeteiligung selbst zu gehen.
Interessiert an einem „Selbstcheck-Interview“? Dann kommen Sie auf uns zu!
Ansprechpartner für den Selbstcheck, Toolbox Smart Participation, Modellprojekt Smart City Dresden:
Sandra Behnisch, Referentin
Abteilung Bürgeranliegen, Amt für Stadtstrategie, Internationales und Bürgerschaft
Mail: smart-participation@dresden.de
Telefon: 0351-488 2172