Dresden erfasst erneut digital den Zustand des Straßennetzes
Strategisches Erhaltungsmanagement liefert wichtige Daten für die langfristige Straßenplanung
Ab dem 22. Juni 2026 erfasst die Landeshauptstadt Dresden erneut systematisch und digital den Zustand ihres Straßennetzes. Bis September 2026 wird ein speziell ausgestattetes Messfahrzeug das gesamte Stadtgebiet befahren und dabei hochpräzise Daten zum Fahrbahnzustand erfassen.
Das Fahrzeug verfügt über moderne Mess- und Abbildungstechnik mit Laserscanner, Sensoren und hochauflösenden Kameras. Erfasst werden unter anderem Schlaglöcher, Spurrinnen, Unebenheiten sowie feine Risse in der Fahrbahn. Die gewonnenen Informationen bilden eine wichtige Grundlage für die langfristige Erhaltung der Dresdner Verkehrsinfrastruktur.
Kombination aus Befahrungs- und Sensordaten
Ergänzt werden die Daten aus der Befahrung durch Straßensensoren an mehreren Messstellen im Stadtgebiet. Diese erfassen unter anderem das Gewicht vorbeifahrender Fahrzeuge sowie Temperaturen an der Straßenoberfläche und in tieferen Schichten. So wird sichtbar, wie sich Verkehrsbelastung und Witterungseinflüsse auf die Straßen auswirken.
Die Kombination beider Datenquellen soll künftig eine softwaregestützte Prognose ermöglichen, welche Straßenabschnitte in welcher Priorität instandgesetzt werden sollten. Ziel ist es, den Zustand des Straßennetzes langfristig zu erhalten und Investitionen gezielt zu planen.
Teil des Modellprojekts Smart City Dresden
Die aktuelle Befahrung knüpft an frühere Erhebungen aus den Jahren 2015 und 2021 an. Sie ist Bestandteil des Projekts „Strategisches Erhaltungsmanagement“ im Rahmen des Modellprojekts Smart City Dresden. Mithilfe digitaler Technologien und datenbasierter Analysen soll die Planung und Instandhaltung der städtischen Verkehrsinfrastruktur weiter verbessert werden.
Alle erfassten Daten dienen ausschließlich der Bewertung des Straßenzustandes. Personenbezogene Informationen werden anonymisiert.