TU Dresden präsentiert Forschung zu Open Government Data auf der ECIS 2026
Wie können Kommunen das Potenzial offener Verwaltungsdaten langfristig erschließen und datenbasierte Innovationen nachhaltig fördern? Mit diesen Fragestellungen beschäftigte sich das Team der Wirtschaftsinformatik-Lehrstühle ISIH und WIBE auf der 34th European Conference on Information Systems (ECIS 2026), die vom 15. bis 17. Juni 2026 unter dem Motto „Reimagining Digital Technology for Business, Management, and Society“ in Mailand stattfand.
Im Rahmen der Open-Data-Maßnahme des Modellprojekts Smart City Dresden (MPSC) erforscht das Team, wie offene Verwaltungsdaten einen größeren Mehrwert für Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft schaffen können. Auf der ECIS stellte das Team hierzu zwei aktuelle Forschungsarbeiten vor.
Eric Börner präsentierte den Beitrag „Explaining the Sustainability of OGD-Based Applications: A Generativity Perspective“. Das Paper untersucht, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Anwendungen auf Basis von Open Government Data (OGD) langfristig erfolgreich betrieben und weiterentwickelt werden können. Die Ergebnisse zeigen, welche technischen und sozialen Faktoren dazu beitragen, dass digitale Anwendungen auf Basis offener Verwaltungsdaten dauerhaft nutzbar bleiben und so einen nachhaltigen Mehrwert für Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger schaffen.
Im zweiten Beitrag „A Typology of City-level Chief Data Officers in the Public Sector“ stellte Isabell Lippert eine Typologie von Chief Data Officers (CDOs) in Kommunalverwaltungen vor. Die Forschung zeigt unterschiedliche Rollenprofile für die strategische Verankerung von Datenverantwortung auf und liefert Kommunen Orientierung bei der organisatorischen Gestaltung datenbezogener Aufgaben. Damit schafft sie wichtige Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von Open Government Data und die Entwicklung datenbasierter kommunaler Innovationen.
Mit den beiden Forschungsbeiträgen brachte das Team aktuelle Erkenntnisse aus dem Dresdner Modellprojekt Smart City in den internationalen wissenschaftlichen Austausch ein. Die Ergebnisse unterstützen Kommunen dabei, Open Government Data langfristig nutzbar zu machen und organisatorische Rahmenbedingungen für eine nachhaltige digitale Transformation zu schaffen.