TeMeS – TeleMedSpace
Medizinische digitale Spezialversorgung neu gedacht


Medizinische digitale Spezialversorgung neu gedacht


Mit dem Projekt TeMeS (TeleMedSpace) entsteht in Dresden eine innovative telemedizinische Lösung, die spezialisierte medizinische Versorgung digital erweitert und regional wie überregional zugänglich macht. Ziel ist es, Menschen mit Brustkrebs, Schilddrüsenerkrankungen oder Stillproblemen durch Videosprechstunden und digitale Prozesse schneller, effizienter und in der häuslichen Umgebung zu betreuen.
Zentrales Ziel von TeMeS ist die Erweiterung der medizinischen Vor-, Begleit- und Nachbehandlung durch eine speziell entwickelte Videosprechstunde. Der Zugang zur Versorgung soll vereinfacht, Wegezeiten reduziert und gleichzeitig bleibt die Datensicherheit der Patientinnen und Patienten unverändert.


Im Laufe des Lebens entwickelt etwa jede dritte erwachsene Person mindestens eine krankhafte Veränderung der Schilddrüse. Brustkrebs ist bei Frauen die mit Abstand häufigste Krebserkrankung. Viele dieser Erkrankungen erfordern eine lebenslange Kontrolle und teilweise dauerhafte Behandlung. Gleichzeitig stehen Krankenhäuser aufgrund von Fachkräftemangel und hoher Patientenzahlen unter erheblichem Druck. Flexible Terminvergaben sind oft schwierig, lange Anfahrtswege belasten insbesondere ältere Menschen sowie Patientinnen und Patienten aus dem ländlichen Raum.
Ein vergleichbarer Versorgungsengpass zeigt sich in der Stillberatung. Gerade in den ersten Tagen nach der Geburt sind viele Mütter auf schnelle, einfühlsame Hilfe angewiesen – TeMeS bringt diese Hilfe direkt nach Hause. Lange Wege, Zeitdruck und eine hohe Auslastung der Hebammen erschweren jedoch eine zeitnahe und bedarfsgerechte Betreuung der Mütter.
Hier setzt TeMeS an und schafft einen digitalen Zugang zu spezialisierter medizinischer und beratender Versorgung.

Kern von TeMeS ist ein innovatives Medizinportal, das einen sicheren, datenschutzkonformen und digitalen Austausch zwischen medizinischem Fachpersonal und Patientinnen und Patienten ermöglicht. Die technische Basis bildet ein Kommunikationsserver, der über standardisierte Schnittstellen an das Krankenhausinformationssystem angebunden ist.
Über diesen Server werden Videosprechstunden und ärztliche Dokumentation miteinander verknüpft. Befunde, Anamnesen und Röntgenbilder können direkt in das Krankenhausinformationssystem zurückgespielt oder in der elektronischen Patientenakte innerhalb der Telematikinfrastruktur (TI) hinterlegt werden. Auch die Anbindung weiterer Patientenportale ist vorgesehen.
Ein umfassendes Sicherheitskonzept sorgt dafür, dass alle Daten DSGVO-konform verarbeitet werden. Die Nutzung moderner Telematik-Komponenten und perspektivisch des TI-Messengers sorgt für hohe Performance, Skalierbarkeit und maximale Sicherheit für alle Beteiligten.


Das Projekt OncoBroker eröffnet Dresdner Unternehmen Möglichkeiten, sich aktiv an der Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Bürger zu beteiligen. Dies ist eine große Chance für die Unternehmen neue innovative eHealth Lösungen für Dresdner Krankenhäuser zu entwickeln und die Gesundheitswirtschaft am Standort Dresden zu stärken.

Das Krankenhaus St. Joseph-Stift im Herzen von Dresden steht als katholisches Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung für medizinische Fachkompetenz und menschliche Zuwendung.

Arvato Systems ist ein international tätiger IT-Spezialist und Multi-Cloud-Service-Provider, der Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützt – von Cloud-Lösungen über innovative Technologien wie KI, IoT und Analytics bis zum sicheren Betrieb komplexer IT-Systeme. Rund 3.500 Mitarbeitende weltweit stehen für technisches Know-how, Kundennähe sowie Werte wie Kompetenz, Vielfalt, Offenheit und Verlässlichkeit, mit dem Ziel, die digitale Welt einfacher, effizienter und sicherer zu gestalten.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.