Zum wiederholten Mal präsentierten das Amt für Wirtschaftsförderung und das Team der Smart City Research (TU Dresden) ihre Projekte auf der weltgrößten Messe für Smart-City-Entwicklungen.

Seit über 10 Jahren bringt der von der Fira de Barcelona veranstaltete "Smart City Expo World Congress" führende Vertreter der innovativsten Unternehmen, Regierungen und Organisationen zusammen. In diesem Jahr nahmen vom 4. bis 6. November 27.000 Menschen, über 1.000 Aussteller und Vertreterinnen aus 138 Ländern teil, um ihre Projekte zu teilen und Lösungen zu finden, Städte nachhaltiger, effizienter und lebenswerter zu machen.

Das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Dresden war Partner eines Gemeinschaftsstandes, an dem unter dem Dach der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH neun sächsische Unternehmen und Kommunen ihre Projekte ausstellten. Die Dresdner EU-Projekte "Mobilities" und "NeutralPath" stießen bei den Besuchern auf großes Interesse. In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Digital Twins for Climate-Neutral Cities: PEDs in Action Across Europe“ tauschte Luke Bojcev Erfahrungen aus dem Projekt "NeutralPath" mit Vertreterinnen internationaler Projekte aus.

Auch Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter besuchte den Stand. Steffen Rietzschel, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadt Dresden: "Die Teilnahme des Smart City Dresden Teams in Barcelona ist klarer Beweis für die Innovationskraft am Standort – mit Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus. Unsere Projekte verbinden wirtschaftliche Entwicklung mit nachhaltiger Stadtgestaltung und betreten in Teilen Neuland. Daher ist es wichtig, als Netzwerk mit weiteren internationalen Projekten voneinander zu lernen und gemeinsam an nachhaltigen Lösungen für die Städte von morgen zu arbeiten." 

Das WISSENSARCHITEKTUR – Laboratory of Knowledge Architecture (TU Dresden), das die Begleit- und Syntheseforschung des Modellprojektes Smart City Dresden leitet (Smart City Research), hatte sich an einem Stand mit Partnern aus Hamburg vernetzt. Sie stellten ihre Projekte unter das Motto „Digital Partners for urban resilience“.

Für Prof. Dr.-Ing. Jörg Rainer Noennig, WISSENSARCHITEKTUR-Leiter und Professor für Digital City Science an der HafenCity-Universität Hamburg (HCU), sei Resilienz einer  der wichtigsten Aspekte einer Smart City. Natürliche wie menschenverursachte Katastrophen setzten urbane Gesellschaften immer wieder unter Schockeinwirkungen. Intelligente Städte mit smarten Technologien haben, so Noennig in seinem Stage Talk, das Vermögen, nicht nur schneller und besser auf Krisen zu reagieren; vielmehr könnten sie sogar daraus lernen ("Crisis as a Resource") und letztlich gestärkt aus ihnen hervorgehen.

Dr. Paul Stadelhofer (WISSENSARCHITEKTUR) lud zu einem „Crashkurs Smart-City-Strategieentwicklung“ ein. Auch gab man einen Einblick in das vom Forschungsteam entwickelte Modell zur Wirkungsanalyse von Smart-City-Projekten. Es setzt konsensbasierte Indikatoren aus Smart-City-Leitliniendokumenten in Beziehung, um Wirkung zu beschreiben und Optimierungspotential zu identifizieren. Außerdem arbeitet die WISSENSARCHITEKTUR mit dem Bundesverband Smart City an einer systematischen Terminologie von Smart-City-Begriffen.

Die Teilnahme am Smart City Expo World Congress war für Beteiligten aus Dresden ein großer Erfolg. Durch den Kontakt mit anderen Kommunen ergaben sich wertvolle Netzwerkmöglichkeiten zu aktuellen internationalen Innovationsansätzen sowie deren Übertragbarkeit und praktischer Umsetzbarkeit in Deutschland. Die Stärkung europäischer Partnerschaften ermöglichen einen vertieften Austausch über neue Kooperationsoptionen, insbesondere im Kontext bestehender und zukünftiger EU-Förderprogramme. Konkrete fachliche Impulse über Themen und Technologien, die derzeit europaweit besonders stark vorangetrieben werden, können für Dresden strategisch relevant werden, um eigene Innovationsprozesse zielgerichtet weiterzuentwickeln.

Blick aus dem Publikum auf eine Podiumsdiskussion
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Amt für Wirtschaftsförderung
Gruppenbild der Standbesetzung
Podiumsdiskussion mit Gästen im Vordergrund und Leinwand im Hintergrund
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Amt für Wirtschaftsförderung
Vortragender vor einer Leinwand
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WISSENSARCHITEKTUR/TU Dresden
Blick in die Messehalle mit zahlreichen Teilnehmenden
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HCU
Wissenschaftler und Besucher mit einem "Smart-City-Führerschein"
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WISSENSARCHITEKTUR/TUD